Ulla Meinecke - Und Danke für den Fisch

 

Ulla Meinecke ist die Grande Dame der poetischen deutschen Popmusik. Das Ratinger Tragödchen lädt ihr aktuelles Projekt „Und danke für den Fisch“ mit den Multi-Instrumentalisten Ingo York und Reinmar Henschke nach Ratingen ein.

                                                 

Ihre Songs sind zeitlos, weil es bei ihr textlich keine Schnellschüsse, Kompromisse noch modische Gags gibt. Das Konzert mit dem Tragödchen wird Klassiker wie „Die Tänzerin“, „Feuer unterm Eis“ und „50 Tipps, ihn zu verlassen“ mit neuen, noch nicht veröffentlichten Liedern vereinen.

Bereits mit 18 hatte Ulla Meinecke begonnen, eigene Lieder zu schreiben. Eine Begegnung mit Udo Lindenberg 1976 ermutigte sie, das kreative Hobby zum Beruf zu machen und nach Hamburg zu ziehen, wo sie Lindenbergs Büro leitete. Die erste LP „Von toten Tigern und nassen Katzen“ erschien 1977, sehr von Lindenbergs Einfluss geprägt, der auch fast alle Musik schrieb. Eine weitere LP „Meinecke Fuchs“ 1978 machte sie dann einem größeren Publikum bekannt.

Seit über 30 Jahren ist die Wahlberlinerin aus Usingen eine feste Größe in der deutschen Musik- und Kulturlandschaft. Die beiden Alben „Überdosis Großstadt“ (1980) und „Nächtelang“ (1981) wurden von Herwig Mitteregger produziert. Die beiden LPs „Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig“ (1983; mit dem von Edo Zanki geschriebenen Hit Die Tänzerin) und „Der Stolz italienischer Frauen“ (1985), in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Udo Arndt, bedeuteten für Ulla Meinecke den Durchbruch. Sie erhielt die Goldene Europa und weitere Auszeichnungen, darunter den Deutschen Kleinkunstpreis.

Ihre samtige Stimme, ihre poetische Sprache und nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf alltägliche Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Aufregend anders erzählt sie ihre skurrilen Geschichten, lyrisch kraftvoll zeichnet sie stimmige Bilder, die ihre Lieder zu lebendigen Filmen machen

1988 erschien ihre LP „Erst mal gucken, dann mal seh’n“, 1991 folgte das Album“ Löwen“. Auf letzterem präsentierte Meinecke von ihr nachgedichtete Coverversionen berühmter englischsprachiger Songs. Im Anschluss daran trat sie erstmals mit Lesungen vor ihr Publikum. Mitte der 1990er-Jahre erschien die CD An!, deren Titel eine Anspielung auf das Aufblenden der Scheinwerfer beim Beginn eines Auftritts und das gleichzeitige „Abblenden“ von Lampenfieber ist. 1999 dokumentierte sie ihre künstlerische Weiterentwicklung der zurückliegenden zwölf Jahre auf einem weiteren Live-Doppelalbum, diesmal mit dem Titel „Kurz nach 8“.

Sie veröffentlichte 2002  das Album „Die Luft ist rein“. 2003 setzte sie unter der Regie von Günter Amendt ihr Lieblingsbuch Die Abenteuer des Tom Sawyer als Hörbuch um – mit der Musik von Ingo York, wobei Meinecke sämtliche Rollen sprach.

Mitgebracht hat sie das aktuelle Live-Doppelalbum „ Wir warn bei dir mit Rigoletto, Boss“. Ulla Meinecke hat die Zauberformel für ihr aktuelles Programm gefunden: Eine Melange aus absurder Komik und abgründiger Liebeslyrik. In fast jedem ihrer Lieder findet auch die Liebe ihren Platz.

Das Ganze wird begleitet von zwei grandiosen Musikern, die viele Instrumente gleichzeitig spielen und dazu mal eben noch singen. Reinmar Henschke und Ingo York weben den Sound eines ganzen, eines ungewöhnlichen, eines tollen Orchesters und Ulla Meinecke gibt diesem Orchester den Glanz.

Konzertbeginn ist am Donnerstag, 4. April 20 Uhr im Stadttheater Ratingen. Karten gibt es zum Tragödchen-Preis von 20,60 € im Buch-Café Peter & Paula  und im Kulturamt.

 

04.04.2019 - 20:00
Stadttheater Ratingen, Europaring 9, 40878 Ratingen
20,60€

Gut zu Wissen

Wer viel Zeit mit der Lektüre von Büchern und Magazinen verbringt, verlängert sein Leben um durchschnittlich 23 Monate. In einer Längsschnitt-Studie der Yale University School of Public Health wurden gut 3500 Menschen ab 50 über fast 10 Jahre begleitet. Der Überlebensvorteil von Leseratten gegenüber Nichtlesern zeigte sich bei Magazinen ab mehr als sieben Stunden Schmökerzeit pro Woche; Bücher wirkten dagegen schon lebensverlängernd, wenn die Testpersonen bis zu 3,5 Stunden pro Woche lasen. Der Grund für diesen positiven Effekt ist offensichtlich die kognitive Stimulation, die das Lesen mit sich bringt.