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ISBN/EAN: 978-3-384-86944-9
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2026
Erschienen am:
Language:
Deutsch
Umfang:
184 S.
Format (T/L/B):
1.4 x 21 x 14.8 cm

Hersteller:
tredition GmbH
operations@tredition.com
Heinz-Beusen-Stieg 5
DE 22926 Ahrensburg


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Voyeurismus

Wie wir uns beim Leben zusehen

20,50 €

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Beschreibung

In einer Gesellschaft, die uns von klein auf lehrt, uns selbst zu beobachten, statt der Welt zu begegnen, entsteht ein unsichtbarer Apparat im Inneren: ein inneres Amt, das unser Leben kontrolliert, bewertet und verwaltet, noch bevor wir es überhaupt leben können. Aus diesem Nährboden erwächst der moderne Voyeurismus: Wir sehen alles, kommentieren alles, konsumieren alles und wagen dabei immer seltener reale Gegenseitigkeit. Mary Niegot und Oliver Ruppel gehen in diesem Dialog der Frage nach, wie eine Kultur entstehen konnte, in der Menschen ihr eigenes Leben wie eine Serie betrachten, sich selbst kolonisieren und ihre Erfahrungen in Kennziffern, Mindsets und Optimierungsprogramme übersetzen. Politische Theorie, Medienkritik, Psychoanalyse, Kolonialgeschichte und Alltagsbeobachtung verbinden sich zu einer schonungslosen Analyse der spätmodernen Subjektform. Das Buch fragt, was es heute heißen könnte, sich den Logiken von Selbstadressierung, innerer Kolonialverwaltung und digitaler Fremdsteuerung zu entziehen und wieder zu einer echten Beziehung zur Welt zu finden. Ein philosophisch-essayistisches Buch über Voyeurismus, Macht und die Möglichkeit wirklicher Weltbegegnung. Für alle, die spüren, dass mit der Art, wie wir uns selbst und einander anschauen, etwas grundlegend nicht stimmt.