Extra-Tragödchen zum Jahresbeginn

Für das neue Jahr hat sich das Tragödchen-Team vorgenommen so weiterzumachen wie im alten Jahr: mit spannenden Literatur-Matinéen und Konzerten der Extraklasse. Und mit zusätzlichen Terminen neben den so erfolgreichen wöchentlichen Donnerstags-Tragödchen.

Am Dienstag, den 5. Januar, 20 Uhr,  freut sich das Tragödchen auf ein Konzert mit der Sängerin Aniko Kanthak und dem Jazz-Gitarristen Axel Fischbacher, begleitet von dem Bassisten Joscha Oetz und dem Schlagzeuger Mirek Pyschny.

Die Zusammenarbeit zwischen der Sängerin Aniko Kanthak und Axel Fischbacher begann vor einem Jahr, als die beiden im Rahmen der Hildener Capio Vocaljazzreihe für Furore sorgten und sich Publikum und Presse überschlugen („bestes Capiokonzert aller Zeiten “).

Und in der Tat passiert hier etwas spannend Ungewöhnliches.

Eine Ausnahmejazzsängerin, deren künstlerische Arbeiten zur Zeit gar nicht so vordergründig jazzig sind und ein Weltklassegitarrist, der sich, genau andersherum, nach langen „kommerziellen“ Umwegen nun nur noch dem Contemporary Jazz widmet.

 

Die beiden bewegen sich traumhaft sicher, und zwischen Jazztradition und modernen Grooves aufeinander zu, erfinden viele Passagen spontan auf der Bühne, spielen eben nicht einfach Stücke, sondern spielen „mit den Stücken“

Großartige, lebendige, improvisationsbetonte Musik, die wirklich „im Moment“ entsteht.

 

Die beiden Tragödchen finden wie immer im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7 in Ratingen-Mitte statt. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Aniko Kanthak – Vocals

Das Drehbuch von Aniko Kanthaks Werdegang hat einige Nebenstränge, bevor sie jetzt im Alter von 34 ihr Debütalbum als Jazzsängerin veröffentlicht. Als Aniko im Alter von 16 Jahren ihre ersten Auftritte im Krefelder Jazzkeller hatte, im „Jugend jazzt“-Wettbewerb gewann und zum regelmäßigen Gast in der legendären Melody-Bar  und im Schmuckkästchen wurde, wäre eine stringente Karriere in der Jazz-Szene die logische Fortsetzung gewesen. Stattdessen folgen Ausflüge ins Theaterspiel, eine eigene Pop-Band, zwei Alben als Singer-Songwriterin. Aniko arbeitet mit der Filmkomponistin Annette Focks an der Musik zu Filmproduktionen wie „Ostwind“ und „Dschungelkind“, spielt eine tragende Rolle im Produktionsteam und in der Bühnenshow der 1Live-Comedy „Tony Mono“, die seit vier Jahren durch NRW tourt und große Hallen füllt und bekommt sogar eine eigene Radiocomedy beim jungen WDR-Sender.

 

Axel Fischbacher, Guitars

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Axel Fischbacher, 1956 in Lübeck geboren, ist ein deutscher Jazzgitarrist, Komponist und Produzent.  Er nahm Unterricht bei John Scofield und John Abercrombie, zwei Charakter-Gitarristen. Er macht das Abitur in Ratingen, geht dann für einige Monate nach Spanien und studiert am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf, an der Musikhochschule Rheinland in Köln und am Banff Center of Arts in Kanada. Mit seinem eigenen Quartett tritt er schon zu Schulzeiten regelmäßig im legendären Downtown, Düsseldorf, auf. In den 80er Jahren tourt Fischbacher als Mitglied der etablierten Christoph Spendel Group durch Europa. 1984 erhält er mit seiner eigenen Combo, der Axel Fischbacher Group, den Preis der Deutschen Phono-Akademie für das Album „Rumba Ibiza“. Ende der 80er kommt die Zeit der Fernsehmusik. Fischbacher vertont ganze Serien („Sekt oder Selters“), er ist Komponist und Produzent von Film-, TV- und Schauspielmusik. Dann ruft die Schweiz. Kaum, dass er sich eingelebt hat – er spielt für das Musical „Little Shop of Horrors“ und lernt diverse Musiker kennen - nimmt Fischbacher 1992 einen Lehrauftrag an der Swiss Jazz School in Bern an, weil er sowieso gerade da ist. Zwischen 1992 und 1999 ist er Mitglied des Daniel Küffer Quartet. Gerade noch ist er Küffers Dozent – und jetzt mit ihm auf der großen Showbühne. Acht erfolgreiche Jahre lang. 1999 ist Fischbacher dann wieder zurück im Rheinland. Mit Stefan Rademacher, Kurt Billker und Frank Kirchner gründet er „Jazz Attack“. 2010 erhält Axel Fischbacher einen Kompositionsauftrag der Stadt Hilden („The World is not a Disc“). Das Werk ist eine deutsch-schweizerische Gemeinschaftsproduktion und erfährt große Beachtung.
Einzelne Projekte führen Axel Fischbacher jetzt von Zeit zu Zeit mit den Gitarristen Philipp van Endert und Markus Winstroer sowie dem New Yorker Pianisten (und Namensvetter) Walter Fischbacher zusammen. Die Musik, die daraus entsteht und Fischbachers eigene Kompositionen werden anschließend auf Gigs in aller Welt performt.
Seit einigen Jahren legt Fischbacher den Fokus seiner Arbeit nun besonders auf die Herzensprojekte: hochkarätige Jazz-Sessions in kleinen Clubs. Genau für dieses Milieu hat er neben dem
Capio-Jazz (Hilden) und der Jazzattack (Krefeld) seine Blue Monday Reihe in Hilden etabliert. Hier improvisiert er alle 14 Tage mit den besten Jazzmusikern national und international. Axel Fischbacher ist außerdem Initiator und künstlerischer Leiter der sehr erfolgreichen Musik-Workshops Summerjazz, Vocaljazz, Crossover und Guitar Meeting in Hilden.
 

 Joscha Oetz – Bass

Oetz, der seit den 1990er Jahren in der Kölner Musikszene in Bandprojekten wie The Streetfighters um Bruno Leicht und Zabriskie Point um Rupert Stamm aktiv ist, studierte bei Dieter Manderscheid und Bill Dobbins an der Hochschule für Musik Köln. 2000 erhielt er ein DAAD-Stipendium zum Studium bei Bertram Turetzky und George Lewis an der University of California, San Diego.[1] Er spielte dort in dem Experimentier-Ensemble Trummerflora Collective und im Cross Border Trio um den Saxophonisten Jason Robinson. Nach seinem Debütalbum The Loonators legte er 2002 das Livealbum Vieles Ist Eins vor; es enthält Konzertmitschnitte von 1998 bis 2001, bei denen Oetz als Solist und in Duobesetzungen mit Greg Stuart, Andreas Wagner und Barre Phillips spielte. Ab 2003 lebte er in Lima, wo er mit eigenen Bandprojekten 2 CDs aufnahm und auftrat, als Sideman mit Künstlern wie Susana Baca, Cecilia Bracamonte oder dem Trompeter Gabriel Alegria arbeitete und u.a. an der Universität PUCP unterrichtete .[1] Nach seiner Rückkehr nach Köln 2011 arbeitet er im Projekt „3 im roten Kreis“, einem Trio mit Reiner Witzel und Christian Scheuber (Schlagzeug), das sich der Filmästhetik der 1960er Jahre widmet [2], mit Frederik Kösters Verwandlung - mit Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel, außerdem Norbert Steins Pata on the Cadillac, dem Clemens Orth Trio, dem Kontrabass-Ensemble Manderscheid/Gramss/Oetz/Landfermann, mit dem Trompeter Ryan Carniaux und vielen mehr. In seinem Projekt Perfektomat arbeitet er mit Laura Robles, Niels Klein, Simon Nabatov und Bodek Janke.

 Mirek Pyschny - Drums

Mirek Pyschny kommt aus Kattowitz (Polen). Dort bekam er als Kind Klavier- und Geigenunterricht und begann wenig später auch Schlagzeug zu spielen, bevor er mit seiner Familie nach Deutschland umsiedelte. An der Musikhochschule Köln studierte Mirek Jazz Schlagzeug bei Keith Copeland und Michael Küttner, gleichzeitig Perkussion bei Alfonso Garrido und Latin Schlagzeug bei Lucas van Merwijk am Konservatorium in Rotterdam. Nach dem Studium verbrachte er eine längere Zeit in New York, in der er sich kreativ weiterentwickelte und mit der dortigen Szene in Berührung kam. Zur Zeit lebt Mirek in Köln, spielt in diversen Formationen u.a (dus-ti, East Affair) in Deutschland und Europa.

calendar_clock Datum & Zeit
05.01.2016 20:00
-
22:00 Uhr
sell Eintrittspreis
10€