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Don't kiss the Boss
eBook - Die leidenschaftliche Boss Romance voller prickelnder Romantik
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Kapitel 1: Das Kennenlernen
Sonja
Sonja warf einen Blick auf die Uhr und zündete die Kerzen an. Prüfend blickte sie um sich. Sie durfte stolz auf sich sein, denn ihr Vorhaben war ihr gelungen. Leckeres Essen wartete im Backofen, der Tisch war perfekt eingedeckt und die Duftkerzen sorgten für eine romantische, entspannte Atmosphäre. Eine wunderbare Überraschung zum Ende des Tages. Daniel arbeitete viel und hatte es verdient, zudem liebte Sonja es, ihn zu verwöhnen und für Gemütlichkeit zu Hause zu sorgen.
Sie hatte ihm gesagt, sie würde sich heute Abend mit Jenny treffen und bei ihr übernachten. Umso größer wäre die Überraschung, wenn er nach Hause käme und den gedeckten Tisch sehen würde. Ohne ihm davon zu erzählen, hatte sie sich Urlaub genommen und alles ungestört vorbereitet.
Nachdem sie in der Küche fertig geworden war, zog sie sich um. Sie schlüpfte in ein langes lachsfarbenes Sommerkleid, verlieh mit einem Glätteisen ihren Locken eine hübsche Form und schminkte sich ausgiebig.
Ihre Freundin Jenny würde ihr sagen, sie sollte sich keine Mühe für diesen Typen machen. Aus irgendeinem Grund konnte sie Daniel nicht leiden. Sonja zog die Augenbrauen zusammen. Mit Daniel war es zwar nicht immer einfach, doch er war ihre große Liebe, ihr ein und alles und er sah seine Fehler ein. Er wollte sich bessern, an sich arbeiten und sie unterstützte ihn dabei. Sie blieb geduldig mit ihm und wusste, dass er es schaffen und eines Tages alle seine Lasten loswerden würde. Zusammen hatten sie bereits einiges erreicht und würden noch mehr erreichen. Dank ihrer Liebe, die ihnen Kraft und Ausdauer verlieh.
Sonja hörte ein metallisches Klacken, dann öffnete sich die Eingangstür. Ihr Herz sprang hoch und das Blut schoss ihr ins Gesicht. Mit schnellen Schritten huschte sie in den Flur und breitete die Arme aus, bereit, Daniel mit einer herzhaften Umarmung zu begrüßen.
Wie ein Reh, das auf einer Autobahn von Scheinwerfern beleuchtet wurde, blieb sie stehen. Das, was sie sah, ließ ihren Atem stocken.
Daniel war betrunken und nicht allein.
Mit einem verblüfften Blick sah Sonja abwechselnd auf sein Gesicht und das seiner Begleiterin. Dieser Anblick hatte ihr die Sprache verschlagen und sie war sich sicher, dass ihr das ganze Blut aus dem Körper wich.
Ein Jahr war vorüber gegangen. Ein Jahr, wo sie mit sich und ihren Gefühlen gekämpft hatte.
Sonja seufzte und nippte an ihrem Wein. Heute heiratete ihre beste Freundin den Mann ihrer Träume. Jenny hatte sie gebeten, ihre Trauzeugin zu sein. Eine Ehrenaufgabe, die zeigte, wie tief ihre Freundschaft war und wie sehr Jenny ihr vertraute. Dennoch hatte Sonja nachts kaum schlafen können. Ihre fünf Wecker hatte sie nicht nötig gehabt, sie war von selbst um sechs Uhr aufgewacht. Sorgfältig hatte sie ihre Haare gestylt und sich geschminkt. Danach hatte sie ihr rotes Kleid angezogen, das sie erst zwei Tage vor der Hochzeit gekauft hatte. Ihr Traumkleid aus Seide, das nicht nur gut auf ihr aussah, sondern auch bequem war und alle Blicke auf sich zog. Es umspielte ihre Knie und hatte die perfekte Länge. Dabei bestand der kunstvoll drapierte Rock aus mehreren Stofflagen. Das Oberteil hatte einen u-förmigen Ausschnitt, welcher mit Glitzersteinchen verziert war. Ein breiter Bindegürtel trennte das Oberteil vom weich fallenden Rock. Außerdem befand sich eine große üppige Stoffrose auf dem Gürtel, die dem Ensemble eine romantische Note verlieh.
Sonja lächelte bitter, während angenehme Wärme ihren Körper füllte. Sie hätte hier zusammen mit Daniel sein sollen. Dem Mann, mit dem sie viele Träume verbunden hatte und der sie mit ihrem in Tausende Splitter zerbrochenem Herzen zurückgelassen hatte. Fast ein Jahr war es her, nachdem sie ihn aus ihrer Wohnung rausgeschmissen hatte.
Er war ihr egal geworden. Inzwischen hatte sie längst beschlossen, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren. Sie hatte keine Lust mehr auf Beziehungen, die viel Arbeit erforderten und sich im Endeffekt als Zeitverlust entpuppten. Vielmehr hätte sie Lust auf unverbindlichen Spontansex. Verdammt, sie hatte ihre Nächte viel zu lange allein mit ihrem Vibrator und bestimmten Videos auf ihrem Handy verbracht.
Mal sehen, was der Abend bringt. Sonja leerte hastig ihr Glas, stellte es auf dem Tisch ab und streifte mit ihrem Blick über die Location. Jan und Jenny wollten ihren großen Tag in der alten Scheune feiern, die Jennys Familie gehörte. Tatkräftig hatten alle das rustikale Gebäude ausgiebig mit Lichterketten und goldenen Papierdiamanten dekoriert. Die Wände und einige Lichterketten waren mit Efeu begrünt, was dem Ganzen noch mehr Leben verlieh. Weiße Tafeldecken samt kunstvoll gefalteten Servietten schmückten die hölzernen runden Tische, auf denen Gestecke aus Eukalyptusblättern und roten Rosen platziert waren. Weiße Kerzen auf goldfarbenen Kerzenleuchtern rundeten das Gesamtbild perfekt ab. Das müde Paar hatte gerade ihren Hochzeitstanz hinter sich gebracht und viele andere Gäste tummelten sich fröhlich auf der Tanzfläche. Sonjas Blick blieb auf einem jungen Mann kleben, der bereits während der Trauung ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Jans Trauzeuge, sein bester Freund, dem Sonja noch nie zuvor begegnet war, sah rattenscharf aus. Schade, dass sie noch keine Gelegenheit gefunden hatte, mit ihm zu flirten.
Wie soll ich das überhaupt anstellen? Ununterbrochen kreiste dieser Gedanke in ihrem Kopf. Sollte sie den Kerl einfach ansprechen? Ihn zum Tanzen einladen? Hierbleiben und hoffen, dass er selbst auf sie zukommen wird? Er sah ständig zu ihr und ein spitzbübisches Lächeln umspielte dabei seine vollen Lippen.
Was sollte sie denn tun? So ein Mist. Sie war völlig aus der Übung!
„Sonja, Liebes! Ich hatte noch gar keine Gelegenheit, dich zu begrüßen! Bitte entschuldige!“ Heike, Jennys Mama, kam zu ihrem Tisch, umarmte sie herzlich und gab ihr ein Küsschen auf die Wange. „Bist du allein da?“ Aufmerksam sah Heike zu ihr und Sonja nickte.
„Du Arme.“ In Heikes Augen spiegelte sich Mitleid.
Entschieden schüttelte Sonja den Kopf. „Nein, nein, alles gut! Mir geht es gut.“
„Aber … Ist wirklich alles okay?“, hakte Heike vorsichtig nach und setzte ihre Brille auf die Nasenspitze.
„Na klar doch!“ Sonja versuchte, ihre Stimme gleichgültig klingen zu lassen. „Ich habe meine Freiheit wieder und muss mich um keinen Kerl kümmern, der vielleicht nicht bei guter Laune ist.“
Ob sie wirklich so witzig klang, wie sie es sich erhoffte?
„Richtig so, Liebe!“ Heike lächelte und beugte sich näher. „Übrigens ist Jans Trauzeuge auch ohne Begleitung hier. Schau mal, da drüben! Er und seine Freunde! Halt also die Ohren steif“, flüsterte sie geheimnisvoll und sah sich um.
Sonja schwieg und lächelte freundlich. Heike meinte es nur gut. Es wäre schön, wenn sie Jans Trauzeugen ihn näher kennenlernen würde. Aber wenn nicht – was soll’s, sie würde es überleben. Doch nach wenigen Sekunden zögerte sie erneut. Vielleicht sollte sie es doch sein lassen, Jans Freund anzuflirten. Womöglich würde sie sich nur blamieren.
„Mache ich“, flüsterte sie stattdessen und zwinkerte Heike zu. „Danke dir und nochmals herzlichen Glückwunsch!“
Mit l...
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