Jazz-Legende Bruno Castellucci im Tragödchen

Das nächste Tragödchen findet ausnahmsweise am Freitag, 3.5.2019 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7 statt.

Bruno Castellucci begann mit 14 Jahren mit dem Schlagzeugspiel. Bereits Anfang der 1960er Jahre arbeitete er mit damals prominenten belgischen Jazzmusikern wie René Thomas, oder Bobby Jasper und erhielt 1962 den ersten Preis für Schlagzeug beim Adolphe-Sax-Jazzfestival in Dinant.

Zwischen 1974 und 1980 war er außerdem Mitglied des Jazzorchesters des flämischen Rundfunks. Zwischen 1977 und 1979 war er Mitglied der Band von Jan Akkermann. Seit 1980 war er Schlagzeuger der Bigband von Peter Herbolzheimer. Daneben arbeitete er auch mit  Count Basie Orchestra..  

Als Sideman wirkte Castellucci an mehr als sechzig Alben mit und arbeitete mit Musikern wie Charlie Mariano, Chet Bakerr, Quincy Jones, Chaka Khan und Jan Akkerman.

Zwischen 1985 und 1988 unterrichtete er am Konservatorium von Rotterdam. Daneben unterrichtet er seit 1986 an der Brüsseler Musikakademie und seit 1998 am Brüsseler Konservatorium und gibt Workshops in zahlreichen Ländern Europas, Nordafrika, Japan, Kanada und den USA.

Ihm zur Seite stehen der Bassist Cord Heineking und die Gitarristin Sandra Hempel, die zum zweiten Mal im Tragödchen auftritt. Initiiert hat dieses besondere Konzert wieder der Jazzgitarrist Axel Fischbacher. Seit mehreren Jahren leitet er die Jazzreihe im Tragödchen.

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10 €

Ann Droyd (David Milgrim) - Stecker raus und aus die Maus

Pling. Klick. Biep. Den lieben langen Tag hängen wir am Bildschirm, checken Mails, tippen schnell eine SMS und scrollen mal nach unten, während die lieben Kleinen gerade das witzige Katzensalto-Filmchen gucken, knollige Wesen herumhüpfen lassen und am Nintendo spielen. Und wenn wir schon längst Richtung Bett wandern sollten, muss dringend noch was gegoogelt werden.

Alicia Potter - Henriettes Heim für schüchterne und änglichste Katzen

Als Henriette ihr Heim für Katzen eröffnet, kommen schon bald auf leisen Pfoten die ersten Gäste. Sie haben Angst vor Vögeln und Mäusen, sie wissen nicht, wie man auf Bäume klettert (und vor allem nicht, wie man wieder herunterkommt...), sie schnurren und springen nicht. Henriette bringt ihnen alles bei, was eine mutige Katze wissen muss. Wie gut, denn bald braucht sie dringend Hilfe von ihren vierbeinigen Freunden. Ein ermutigendes und warmherziges Bilderbuch für schüchterne Vier- und Zweibeiner, in dem es viel zu entdecken gibt.

Olivier Tallec - Hund im Glück

»Ich habe mir schon so lange einen gewünscht, dass ich meinen Augen nicht getraut habe, als ich ihn sah ...« Wer hätte nicht gern einen treuen Freund, mit dem man sogar den Lieblingsplatz auf dem Sofa teilt? Der einen versteht, der weich und kuschelig ist und einfach der beste von allen? Die ganz besondere Freundschaft zwischen Zwei- und Vierbeinern beleuchtet Olivier Tallec in seinen unverwechselbaren humorvollen Bildern und aus einer unerwarteten Perspektive: Denn hier erzählt ... der Hund!

Mario Ramos - Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

Der große böse Wolf möchte unbedingt der allerstärkste im ganzen Land sein und ist davon auch vedammt überzeugt. Nachdem er sich vollgefressen hat, streift er durch den Wald und fragt alle, die er trifft, ob er denn der böseste, strärkste und fruchteinflößenste im ganzen Land sei. Die meisten sind sich einig: Stärker und gefährlicher geht es nicht. Bis auf einer! Der kennt jemanden, der noch vieeel stärker ist.

Die Pointe möchte ich hier nicht direkt verraten. Sicher ist aber: dieses Buch üerzeugt mit ganz viel Witz und einer überraschenden Wendung. Es macht sehr viel Spaß!

Ulla Meinecke - Und Danke für den Fisch

 

Ulla Meinecke ist die Grande Dame der poetischen deutschen Popmusik. Das Ratinger Tragödchen lädt ihr aktuelles Projekt „Und danke für den Fisch“ mit den Multi-Instrumentalisten Ingo York und Reinmar Henschke nach Ratingen ein.

                                                 

Ihre Songs sind zeitlos, weil es bei ihr textlich keine Schnellschüsse, Kompromisse noch modische Gags gibt. Das Konzert mit dem Tragödchen wird Klassiker wie „Die Tänzerin“, „Feuer unterm Eis“ und „50 Tipps, ihn zu verlassen“ mit neuen, noch nicht veröffentlichten Liedern vereinen.

Bereits mit 18 hatte Ulla Meinecke begonnen, eigene Lieder zu schreiben. Eine Begegnung mit Udo Lindenberg 1976 ermutigte sie, das kreative Hobby zum Beruf zu machen und nach Hamburg zu ziehen, wo sie Lindenbergs Büro leitete. Die erste LP „Von toten Tigern und nassen Katzen“ erschien 1977, sehr von Lindenbergs Einfluss geprägt, der auch fast alle Musik schrieb. Eine weitere LP „Meinecke Fuchs“ 1978 machte sie dann einem größeren Publikum bekannt.

Seit über 30 Jahren ist die Wahlberlinerin aus Usingen eine feste Größe in der deutschen Musik- und Kulturlandschaft. Die beiden Alben „Überdosis Großstadt“ (1980) und „Nächtelang“ (1981) wurden von Herwig Mitteregger produziert. Die beiden LPs „Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig“ (1983; mit dem von Edo Zanki geschriebenen Hit Die Tänzerin) und „Der Stolz italienischer Frauen“ (1985), in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Udo Arndt, bedeuteten für Ulla Meinecke den Durchbruch. Sie erhielt die Goldene Europa und weitere Auszeichnungen, darunter den Deutschen Kleinkunstpreis.

Ihre samtige Stimme, ihre poetische Sprache und nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf alltägliche Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Aufregend anders erzählt sie ihre skurrilen Geschichten, lyrisch kraftvoll zeichnet sie stimmige Bilder, die ihre Lieder zu lebendigen Filmen machen

1988 erschien ihre LP „Erst mal gucken, dann mal seh’n“, 1991 folgte das Album“ Löwen“. Auf letzterem präsentierte Meinecke von ihr nachgedichtete Coverversionen berühmter englischsprachiger Songs. Im Anschluss daran trat sie erstmals mit Lesungen vor ihr Publikum. Mitte der 1990er-Jahre erschien die CD An!, deren Titel eine Anspielung auf das Aufblenden der Scheinwerfer beim Beginn eines Auftritts und das gleichzeitige „Abblenden“ von Lampenfieber ist. 1999 dokumentierte sie ihre künstlerische Weiterentwicklung der zurückliegenden zwölf Jahre auf einem weiteren Live-Doppelalbum, diesmal mit dem Titel „Kurz nach 8“.

Sie veröffentlichte 2002  das Album „Die Luft ist rein“. 2003 setzte sie unter der Regie von Günter Amendt ihr Lieblingsbuch Die Abenteuer des Tom Sawyer als Hörbuch um – mit der Musik von Ingo York, wobei Meinecke sämtliche Rollen sprach.

Mitgebracht hat sie das aktuelle Live-Doppelalbum „ Wir warn bei dir mit Rigoletto, Boss“. Ulla Meinecke hat die Zauberformel für ihr aktuelles Programm gefunden: Eine Melange aus absurder Komik und abgründiger Liebeslyrik. In fast jedem ihrer Lieder findet auch die Liebe ihren Platz.

Das Ganze wird begleitet von zwei grandiosen Musikern, die viele Instrumente gleichzeitig spielen und dazu mal eben noch singen. Reinmar Henschke und Ingo York weben den Sound eines ganzen, eines ungewöhnlichen, eines tollen Orchesters und Ulla Meinecke gibt diesem Orchester den Glanz.

Konzertbeginn ist am Donnerstag, 4. April 20 Uhr im Stadttheater Ratingen. Karten gibt es zum Tragödchen-Preis von 20,60 € im Buch-Café Peter & Paula  und im Kulturamt.

 

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20,60€

Claudia Amm - Marias Testament

Claudia Amm liest Marias Testament von Colm Toibin.

Marias Testament ist die Geschichte einer Mutter, die ihren Sohn nicht beschützen konnte und der somit das Schlimmste geschah, was einer Mutter geschehen kann.

Eine Mutter erzählt die Tragödie ihres Lebens. Sie erzählt von der Entfremdung, vom grausamen Tod ihres Sohnes und sie erzählt dies alles auf ganz und gar persönliche Weise, aus der Perspektive ihrer eigenen, individuellen Erfahrung.

Die Schauspieler Claudia Amm und Günter Lamprecht sind aus zahlreichen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Gemeinsam haben sie unter anderem in Serien wie Roncalli oder Ron und Tanja vor der Kamera gestanden, beide haben in Krimifolgen von Tatort oder Der Alte gespielt. Für die Hauptrolle in Berlin Alexanderplatz hat Lamprecht den Deutschen Darstellerpreis erhalten.

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10 €

Axel Fischbacher - Jazz im Tragödchen

Der Saxophonist Molly Duncan ist eine lebende Legende. Als einer der Protagonisten des Jazzrock komponierte er mit der Average White Band den Jazzrock Klassiker «Pick up the Pieces», welcher zu den meistgecoverten Kompositionen des Genres gehört. Er wirkte bei unzähligen Produktionen und Konzerten mit u.a. mit Ray Charles, Eric Clapton, Dire Straights und Roger Chapman. 

Axel Fischbacher spielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Tourneen in Europa, Kanada und den USA und tritt auf den meisten namhaften Jazzfestivals auf. Er veröffentlicht acht Alben als Bandleader, wirkt bei über 50 Tonträgeraufnahmen mit und spielt mit zeitgenössischen Jazzgrößen wie Danny Gottlieb, Mark Egan, Adam Nussbaum, Ohad Talmor, Marc Johnson, Michael Urbaniak, Joe Haider, Barney Willen, Steve Grossman, Curt Cress, Stu Goldberg, Hermeto Pascoal und Ronnie Burrage. Fischbacher arbeitet abwechselnd in New York, Kanada und vielen Ländern Europas, lebte in Spanien, Österreich, der Schweiz und aktuell in Hilden, Nordrhein-Westfalen.

 

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10 €

Sabine Bode - Frieden schließen mit Demenz

Schon immer haben mich Themen gereizt, für die sich, als ich mit den Recherchen begann, angeblich "niemand interessierte" - so das häufigste Echo. Ich nannte sie die "stillen Themen". Still deshalb, weil die Menschen, deren Geschichten erzählt wurden, irgendwann, häufig viele Jahre zuvor, verstummt waren - hatten sie damit doch überwiegend verständnislose Reaktionen geerntet. In meinen Büchern kommen sie zu Wort: Menschen mit Visionen, deren Mut machende Erfahrungen in einer guten Demenzpflege in der breiten Öffentlichkeit überhört werden. Trauernde Menschen, die von ihrem Umfeld gedrängt wurden, "endlich wieder fröhlich zu sein." Ältere Menschen, die sich nicht von ihrer Kriegskindheit erholt haben. Menschen, die, lange Zeit ohne es zu wissen, ein Erbe aus NS-Vergangenheit und Kriegszeit in sich trugen und als Nachkriegskinder und Kriegsenkel Licht in die Schatten ihrer Familie bringen. - Ich danke meinen Gesprächspartnern. Sie alle tragen dazu bei, dass die "stillen Themen" heute zunehmend als gesellschaftlich relevant anerkannt werden.

Sabine Bode, Jahrgang 1947, begann als Redakteurin beim „Kölner Stadt-Anzeiger“. Seit 1978 arbeitet sie freiberuflich als Journalistin und Buchautorin.
 
 Sie lebt in Köln.

 

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Eintritt frei